FAQ´s
Häufig gestellte Fragen
Findet mein Termin bei jedem Wetter statt?
Generell gilt: Trage bitte wetter-angepasste Freizeit-Kleidung und auf jeden Fall feste Schuhe, die auch Dreck-/Wasser-/Matsch-tauglich sind.
Die Aktivitäten finden ganzjährig statt, aber natürlich ist jede Outdoor-Unternehmung vom Wetter abhängig. Bei leichtem Regen finden die Termine statt. Bei sehr schlechtem Wetter wie z.B. starkem anhaltenden Regen, Sturm oder starker Hitze behalten wir uns vor, die Aktivität kurzfristig abzusagen und gemeinsam mit dir einen neuen Termin zu suchen. Wir bitten dafür um dein Verständnis, aber weder Du noch die Tiere hätten so Spaß an dem Erlebnis.
Ist der Umgang mit Alpakas oder Ponys gefährlich?
Generell gilt: Das Betreten der Alpaka-Weide und der Pferde-Weiden geschieht auf eigene Gefahr.
Unsere Tiere sind gut erzogen. Trotzdem können wir für beschmutzte oder beschädigte Kleidung oder andere Dinge keine Haftung übernehmen.
Kann ich spontan vorbei kommen und die Tiere streicheln?
Spontan-Besuche ohne Termin sind leider nicht möglich.
Oft können wir jedoch auch kurzfristig die Möglichkeit bieten, unsere Tiere zu besuchen. Rufe uns gerne an, wenn du kurzfristig das Bedürfnis nach Tieren, Ruhe oder Entspannung hast.
Ist das Streicheln der Alpakas garantiert?
Wir möchten, dass Du eine schöne Zeit mit den Alpakas und uns hast. Gleichermaßen ist uns das Wohlbefinden der Tiere immer am wichtigsten.
Wir arbeiten mit unseren Tieren zusammen und können keine Garantie geben für den direkten Kontakt zu unseren Tieren. Diese werden von uns nicht festgehalten, Eingeengt oder zur Arbeit mit den Menschen gezwungen.
Kann ich meinen Hund mitbringen?
Wir lieben Hunde, aber sie dürfen leider nicht mit auf die Weide oder den Spaziergang kommen.
Ab welchem Alter können Kinder an einem Alpakaspaziergang teilnehmen?
Ein Spaziergang mit Alpakas ist für viele Kinder ein tolles Erlebnis und oft eine bleibende Erfahrung. Es gibt aber speziell für Kinder ein paar Besonderheiten, die sie vorher wissen sollten, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Zum Beispiel, dass Alpakas zwar lieb und „kuschelig“ aussehen, aber eigentlich nicht berührt werden wollen. Alpakas benötigen Zeit, um „ihren“ Menschen kennenzulernen. Deshalb ist nach der Wanderung ein näherer Kontakt oft möglich aber nicht garantiert.
Alpakas sind insgesamt sehr sensibel und scheu. Das Führen eines Alpakas erfordert deshalb auch von Kindern die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und ruhig zu laufen. Diese Fähigkeiten lassen sich nicht einfach an einer Altersgrenze festmachen. Deshalb sind unsere Altersangaben in den Angeboten nur eine grobe Orientierung.
Es ist wichtig zu wissen, dass eine Alpakawanderung mit Kindern nicht ohne Risiko ist. Wir haben sehr ruhige und erfahrene Tiere, aber zum Beispiel eine für das Tier unerwartete Bewegung kann dazu führen, dass sie scheuen oder zur Seite springen. Wir leiten die Kinder deshalb intensiv an, was sie tun müssen, um gut und sicher mit einem Alpaka zu wandern.
Ich habe eine Tierhaar-Allergie. Kann ich bei einem Alpaka Erlebnis teilnehmen?
Für Menschen mit Tierhaar-Allergie stellt die Nähe von Alpakas in der Regel kein Problem dar, da Alpakahaare hypoallergen sind.
Von unseren Pferden und Ponys halten Sie einfach entsprechend Abstand. Körperkontakt ist hier ohne ihr Zutun nicht möglich. Je nach Jahreszeit (Fellwechsel im Frühjahr und Herbst) kann die Umgebung jedoch etwas stärker belastet sein.
Gibt es vor Ort eine Toilette?
Leider haben wir derzeit noch keine Gäste-Toilette vor Ort. Für Notfälle darf die private Toilette im Haus benutzt werden.
Spucken Alpakas?
Ja Alpakas spucken, aber meist nicht auf Menschen.
Ein paar kurze Fakten:
Warum sie spucken: vor allem zur Rangordnung oder bei Streit mit anderen Alpakas
Was sie spucken: meist halbverdautes Gras (kein Wasser oder Speichel)
Menschen treffen sie selten – meist nur, wenn sie sich stark bedrängt, erschreckt oder falsch behandelt fühlen
Gut sozialisierte Alpakas spucken fast nie in Richtung Mensch
Also: Spucken gehört dazu, ist aber eher ein Alpaka-unter-sich-Ding
Was essen Alpakas?
Alpakas sind Pflanzenfresser und haben eine eher einfache, aber spezielle Ernährung.
Zur Hauptnahrung gehören Gras und Heu – möglichst rohfaserreich – sowie Kräuter (auf der Weide oder getrocknet) Zweige & Blätter (z. B. Weide, Birke – in kleinen Mengen)
Ergänzend dazu kann es notwendig sein spezielles Alpakamüsli zu füttern sowie Mineralfutter.
Was sie nur wenig oder gar nicht bekommen sollten: Getreide, Brot, Obst (macht krank), Küchenreste sowie Futter für Schafe oder Rinder (Kupfer ist für Alpakas giftig!)
Was ist der Unterschied zwischen Lama und Alpaka?
Lama:
Bananenförmige Ohren
als Lastenträger in den Anden unterwegs
meist etwas ruhiger und dem Menschen aufgeschlossener
Alpaka:
kurze, spitze Ohren
als Wolllieferant gezüchtet – superweiche Wolle für Pullover und Mützen
meist hibbeliger und hält vom Menschen mehr abstand
Achtung! Gerade die Eigenschaften der Tiere sind Tier-Individuell sehr unterschiedlich. Es gibt auch Lamas, die eher scheu sind und Alpakas, die sich problemlos anfassen lassen.
Was essen Ponys?
Ponys sind reine Pflanzenfresser und sogenannte Raufutterverwerter. Ihr Verdauungssystem ist darauf ausgelegt, über viele Stunden am Tag faserreiches, energiearmes Futter aufzunehmen.
Grundfutter besteht aus Gras und Heu und sollte 80-90% der täglichen Ration ausmachen. Ergänz wird dieses dann mit Stroh. Richtwert für eine Tagesration sind ca. 1,5 – 2 Kg Heu pro 100kg Körpergewicht.
Ergänzungsfutter wie Mineralfutter oder Salzleckstein zur Versorgung mit Spurenelementen, sollte ausreichend zur Verfügung stehen. Gemüse oder Obst sollte nur in kleinen Mengen als Belohnung gefüttert werden.
Ponys sind genetisch an karge Nahrung angepasst. Zu energiereiches Futter kann zu Übergewicht, Hufrehe, Insulinresistenz / EMS und Verdauungsstörungen führen.
Nicht ins Pferd gehören trockenes Brot, Zuckerwürfel und ähnliche „bekannte“ Leckereien.
Was zeichnet ein original Shetlandpony aus?
Ein Original-Shetlandpony ist: klein, extrem kräftig, robust, genügsam und ursprünglich.
Ursprünglich von den Shetlandinseln (Schottland), sind sie robust gezüchtet für raues Klima, karge Weiden und Wind.
Das Original Shetlandpony hat laut Zuchtmerkmal eine maximale Widerristhöhe von 107 cm. Sie sind dazu auch deutlich kräftiger gebaut als Mini-Shetlands. Der Körperbau ist sehr kompakt und kräftig, mit breiter Brust, starken kurzen Beinen sowie harte, widerstandsfähige Hufe. Typisch ist der Eindruck: klein, aber extrem stark.
Sie haben einen kurzen, breiten Kopf mit großen, wachen Augen und einem freundlichen oft „urigen“ Ausdruck. Dazu kommen ein sehr dichtes Winterfell und kräftige, lange Mähne und Schweif. Bei der Fellfarbe sind Leopardenmuster (Appaloosa) ist nicht erlaubt.
Ihr Charakter hat die Eigenschaften: Intelligent und lernfähig, robust, zäh, ausdauernd, mitunter eigenständig und stur. Bei konsequenter Führung sind die Ponys sehr zuverlässig und Kinderfreundlich, aber kein „Spielzeug“!
Was ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung der Tierarten Alpaka und Pferd?
Die tierärztliche Versorgung.
Tierärzte haben zwar eine allgemeine Ausbildung, spezialisieren sich danach aber meist auf bestimmte Tierarten.
Das Pferd gehört zur Pferdemedizin. Viele Tierärzte sind Fachtierärzte für Pferde. Sie kennen die Besonderheiten bei Lahmheiten, Koliken, Narkose sowie der Huf- und Zahnbehandlung.
Hier sind zu den Alpakas jedoch große Unterschiede.
Alpakas gehören zu den Neuweltkameliden. Sie sind medizinisch nicht wie Pferde oder Rinder. Es sind spezielle Kenntnisse in den Bereichen Verdauung (Dreikammermagen), Parasiten, Medikamentendosierungen sowie Stress- und Handling-Management nötig.
Kann ein Alpaka wie ein Pferd trainiert werden?
Kurz gesagt: Nein – ein Alpaka kann man nicht wie ein Pferd trainieren. Alpakas lernen anders, reagieren anders auf Druck und haben andere Grenzen.
Pferd: Flucht- und Kooperationstier, Lernt gut über Druck–Nachlassen, Lässt sich longieren, reiten und intensiv arbeiten
Alpaka: Beobachtungs- und Distanztiere, Reagieren stark auf Stress, Kein Arbeitstier im klassischen Sinn, Lernen langsam, aber nachhaltig
Was mit Alpakas möglich ist: Halfterführigkeit, Ruhiges Mitlaufen an der Leine, Verladen, Grundgehorsam (stehen bleiben, folgen), Medical Training (Berühren zulassen)
– Immer kurz, ruhig, wiederholend
– Positiv, ohne Druck
Merksatz:
Pferde arbeiten mit dir – Alpakas entscheiden, ob sie mitmachen
Welche Stressanzeichen zeigt ein Alpaka?
Alpakas zeigen Stress deutlich anders als Pferde, weil sie Fluchttiere sind, aber kleiner und scheuer. Sie versuchen oft zuerst, Konflikte zu vermeiden, bevor sie aggressiv werden.
Zu den frühen Stressanzeichen zählen hier: Kopf hoch, Hals gestreckt, angespannte Muskeln, starrer Blick, Ohren nach hinten oder seitlich abgelegt. Die Atmung ist beschleunigt, hörbar, Nasenlöcher geweitet. Kein Interesse am Futter
Mittlere Stressanzeichen können sein: Rückwärtsgehen oder Wegdrehen, Zucken/ Zittern (oft am ganzen Körper), Kopf schütteln oder senken, Schnelles Schwanzwedeln (leichte Nervosität).
Zu den starken Stressanzeichen gehören Panische Flucht (rennen, springen, abruptes Richtungswechseln), Kämpfen / Beißen / Treten (meist letzter Ausweg), Zusammenkauern oder Erstarren (Freeze-Reaktion), Heftiges Spucken auf Menschen oder andere Tiere
Auch wenn Alpakas kaum krank werden, ist Stress für Sie die größte Gefahr. Chronischer Stress zeigt sich durch Abmagerung trotz Futter, Fellverlust oder stumpfes Fell, starkes Schlafbedürfnis mit Bewusstseinsstörungen (Lethargie) oder Rückzug aus der Herde
Welche Stressanzeichen zeigt ein Pferd?
Ohren, Augen, Maul und Muskeltonus verraten den Stress zuerst.
Ein Pferd zeigt Stress oft leise und schrittweise. Wichtig ist, frühe Signale zu erkennen, bevor es zu Abwehr- oder Fluchtverhalten kommt.
Frühe (subtile) Stresssignale werden häufig übersehen: Starres Fixieren oder „ins Leere schauen“, Häufiges Blinzeln oder weit geöffnete Augen, Ohren dauerhaft nach hinten oder hektisch spielend, Angespannte Maulpartie, Lippen zusammengepresst, Zunge kurz sichtbar, Kauen ohne Futter, Muskelanspannung (Hals, Rücken, Kruppe)
Mittlere Stressanzeichen sind zum Beispiel Schweifschlagen ohne Insekten, Scharren, Unruhiges Stehen, Gewichtsverlagerung, Häufiges Gähnen (Stressabbau, kein „Müde-Zeichen“), Schnelles Atmen
Zu den starken Stress- und Überforderungsanzeichen gehören Steigen, Bocken, Durchgehen, Ausbrechen, Wegdrängen, Beißen oder Treten, Panisches Fluchtverhalten, Erstarren („Freeze“)
Bei Chronischer Stress (langfristig) haben wir dann Magengeschwüre, Abmagerung oder extremes Schlingen, Leistungsabfall, Apathie oder „Abschalten“, Stereotypien (Weben, Koppen)
